Nussstriezel

Ein fluffiger Hefeteig mit einer leckeren Nuss-Marzipan-Mischung. Genau so habe ich mir meinen ersten Nussstriezel vorgestellt.. Warum der erste Versuch nichts geworden ist, der Zweite aber wunderbar war, erfahrt ihr hier..

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Vielleicht denkt ihr euch jetzt: „Was hat die denn? Der sieht doch toll aus!?“ Stimmt, aber das war ja auch der zweite Versuch…Ich wollte euch langsam auf den ersten vorbereiten. Der sah nämlich so aus:

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Der Teig war platt, gummiartig und hart in einem, war überhaupt nicht aufgegangen und zudem sah das Ganze einfach nur furchtbar aus. Der Geschmack war, abgesehen von der Nussmischung, auch nicht annähernd das, was ich mir vorgestellt hatte.

Super! Jetzt hatte ich meinen freien Tag damit verbracht etwas zu verhunzen. Die Perfektionistin in mir war natürlich total gefrustet und ich hatte meine Jacke schon wieder an, um neue Zutaten zu kaufen. Mein Freund konnte mich allerdings besänftigen, ich habe in Ruhe einen neuen Teig gemacht, neue Zutaten geholt und alles noch einmal gemacht. Und siehe da: Das zweite Ergebnis war toll!

Aber woran lag es, dass der erste Hefeteig nichts geworden ist?

Ich weiß noch, wie meine Mama früher Hefeteig gemacht hat und mir da schon gesagt hat, dass es relativ schwer ist. Ich erinner‘ mich noch daran, wie sie immer eine Kuhle ins Mehl gedrückt hat und dort das Milch-Hefegemisch eingerührt hat. Irgendwie fand ich es schön, dabei zu zuschauen.

Das Gleiche habe ich heute natürlich auch versucht. Allerdings hatte ich mir ein Rezept ausgesucht, bei dem ich mir nicht hundertprozentig sicher war, was mit den Formulierungen gemeint war. Trotzdem schüttete ich recht zuversichtlich meine Hefemischung in die Mulde und als hätte ich es geahnt, war sie zu klein und die Hälfte floss aus meinem kleinen Vulkan raus. Verdammt! Naja, Rest der Zutaten rein und einfach drauf los kneten. Immer mehr Mehl dazu, weil alles höllisch klebte und….noch mehr Mehl. Dass der Teig nicht aufgegangen ist, könnt ihr euch wahrscheinlich denken. Und eigentlich hätte ich so schlau sein müssen direkt einen neuen Teig anzufertigen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt…

Gut, ich habe daraus gelernt und umso stolzer bin ich, euch nun das zweite, schöne Ergebnis und dessen Entstehung zu zeigen:

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Bei Teil Zwei war ich auch schlauer in der Herstellung des Zopfes. Wo mir vorher alles rausgefallen war, war nun etwas mehr Kniff gefordert. Oben seht ihr den Teig mit der Nussmischung. Von der langen Seite her habe ich den Teig aufgerollt und dann in drei Stränge geschnitten:

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Und diese habe ich dann mit ganzer Liebe geflochten. (Haare flechten, zumindest meine eigenen, kann ich nämlich gar nicht :D)

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Bevor ich den Teig in Stränge geschnitten habe, habe ich den Teig schon auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech gelegt, damit ich ihn nicht im Nachhinein noch durch die Gegend tragen muss und mir wieder irgendwas auseinander fällt. 😉

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Ihr seht schon, wie schön der Teig diesmal aufgegangen ist. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wo ich dieses Rezept gefunden habe? Bei http://www.chefkoch.de habe ich den ersten Beitrag angeklickt, der mir angezeigt wurde und die Rezensionen waren klasse. Außerdem musste man hier keine Mulde in den Teig drücken, sondern einfach alles zusammenmixen. Ich gebe zu, ich war skeptisch, aber schlimmer werden konnte es ja nicht mehr. Alle Sorgen waren jedoch unbegründet und ich kann nun nach kurzer, intensiver Suche sagen, dass ich mein ultimatives Hefezopf/Nussstriezel Rezept gefunden habe!

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Die Nussmischung habe ich auch noch etwas verändert: weniger Zucker, weniger Marzipan und ich habe auch nur die Hälfte der Mischung auf dem Teig verteilt, weil es uns beim ersten Mal ziemlich viel vorkam. (Was natürlich auch daran liegen kann, dass der Teig ja nicht so füllig war.) Aber wie ihr euch denken könnt, je mehr Füllung ihr macht, desto saftiger wird das Ganze auch.

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Ich hatte zwei männliche Testesser, die den Striezel toll fanden und ich bin auch sehr glücklich damit. Ich habe, laut Rezept, nur die Hälfte des angegebenen Teigs gemacht und der Nusszopf ist trotzdem gigantisch geworden! Meine Nachbarn können sich also wieder über ein paar extra Kalorien freuen  🙂

Wenn ihr euch jetzt auch an den Hefeteig traut: Nur zu! Ich kann dieses Rezept nur empfehlen und ihr könnt es ja auch etwas umwandeln und als Kranz oder normalen Hefezopf machen. Oder ihr backt Häschen für das anstehende Osterfest!

Am besten schmeckt der Hefeteig frisch am gleichen Tag. Wenn ihr ihn jedoch vorbereiten wollt, könnt ihr dies einen Abend vorher machen und am nächsten Morgen frisch aufbacken! Ich habe die übrig gebliebenen Stücke in Frischhaltefolie gewickelt, dann kann man ihn auch noch am nächsten Tag genießen.

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Wofür ihr euch auch entscheidet, ich wünsche euch viel Spaß dabei, gutes Gelingen und guten Hunger!

Laura <3

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