Öl oder Butter?

Habt ihr euch auch schon öfter gefragt, warum man in manchen Rezepten Öl und in anderen wiederum Butter nimmt? Ich auch und deswegen habe ich den Öl oder Butter- Test gemacht!

Bisher habe ich diese Angaben nie angezweifelt, aber letztens wollte ich es dann doch genau wissen. Gibt man die Frage im Internet ein, darf man sich durch hunderte von Foren klicken, wo jeder seine schlaue Meinung abgibt und natürlich ist jede Meinung anders.

Hilft nicht besonders viel und deswegen habe ich es selbst ausprobiert für euch 🙂

Oft habe ich in den Frage/Antwort Foren gelesen, dass das Ergebnis mit Öl fluffiger oder saftiger werden soll…Stimmt das?

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Ich habe ein Chocolate Chip Muffin Rezept ausgesucht, den Teig halbiert, die eine Hälfte mit Butter zubereitet und die andere mit Öl. Wenn ihr auf den Link klickt, werdet ihr sowohl die entsprechende Butter- als auch Ölmenge für das Rezept finden können.

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In vielen Rezepten steht meist: „Butter und Zucker schaumig rühren.“ Ich bin ehrlich, bis jetzt war ich zu faul dazu. Ich war froh, wenn alles miteinander vermixt war und es weitergehen konnte.

Diesmal habe ich es aber genau genommen:

Die Butter war zimmerwarm, das heißt, wenn man mit dem Finger leicht reindrückt, bleibt ein Fingerabrduck. Oder anders gesagt: Wenn ihr sie euch aufs Brot schmieren wolltet: So weich, dass es gut zu verstreichen ist und ihr euch nicht damit die ganze Brotscheibe auseinander pflückt.

Jetzt erwartet also nicht, dass sich eure Butter nach ein paar Sekunden schön fluffig mit dem Zucker verbunden hat. Dazu sind ein paar Minuten Arbeit erforderlich und selbst nach fast 5 Minuten liebevollen Rührens habe ich von einer Art Schaum nichts gesehen. Keine Sorge, es wird auch nicht richtig schaumig, sondern bei genauem Hinsehen werdet ihr kleine Luftbläschen entdecken und die Butter/Zucker-Masse ist schön cremig.

Bei Öl ist dies natürlich viel einfacher. In weniger als 30 Sekunden waren beide Zutaten miteinander vermischt. Die 1.Runde geht deshalb definitiv an das Öl.

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Fix jeweils die anderen Zutaten zusammenmischen und hinzufügen. Jetzt heißt es: Mixer weg, alles mit einem schönen Holzlöffel oder einem Teigschaber zusammenmischen.

Ihr werdet es euch schon denken können: Auch der zweite Punkt geht an das Öl, denn er ist natürlich viel leichter zu vermischen als der Butter-Teig.

Alles in eine gefettete Muffinform füllen. Bei 180°C ca. 20 Minuten in den Ofen. Diesmal hat es bei mir 2-3 Minuten länger gedauert, weil wirklich sehr viel Teig in den Mulden war. Es würde also auch locker für 16 normale Muffins reichen. Hier seht ihr nochmal schön den Unterschied von den Konsistenzen. Links ist der Teig mit Öl, rechts der mit Butter:

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Nach dem Backen kam der letzte und beste Schritt:

Das Testessen:

Nachdem die Muffins etwas abgekühlt waren der 1. Test:

Komisch, die Muffins mit Butter scheinen etwas fluffiger zu sein, lassen sich leichter zusammendrücken. Sollte das nicht bei Öl der Fall sein, wie es in so vielen Frage/Antwort Foren stand?

Geschmackstest: Beide Muffinarten schmecken super, allerdings sind die mit Butter etwas lockerer und haben auch einen noch besseren Nachgeschmack. Mein Freund sieht es genauso.

Damit wir kein vorschnelles Urteil bilden, lasse ich die Muffins ganz abkühlen und am nächsten Tag wird der zweite Geschmackstest gemacht:

Wo ich eigentlich gar keinen Unterschied mehr schmecke, weder in Konsistenz, noch im Nachgeschmack, sagt mein Freund, dass ihm die mit Butter immer noch besser schmecken (ohne dass er weiß, welcher Muffin welcher ist).

Fazit: Öl oder Butter? Von der Verarbeitung ist es mit Öl natürlich etwas einfacher. Allerdings verbraucht man bei der Zubereitung der Muffins mit Butter bestimmt ein paar mehr Kalorien, so dass man ganz ohne schlechtes Gewissen gleich 2 Stück davon essen kann. Zudem fand ich, dass der Buttergeschmack noch einen Ticken besser ist, als der mit Öl. Allerdings gab es sonst keine großen Unterschiede. Beide sind super lecker 🙂

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