Engelsaugen Rezept: Klassisch mürbe Plätzchen backen
Der Duft von frisch gebackener Butter und einem Hauch Vanille gehört fest zur Vorweihnachtszeit, besonders wenn kleine Engelsaugen auf dem Kuchengitter abkühlen. Diese Mürbeteigplätzchen sind für ihre markante Vertiefung in der Mitte bekannt, die erst nach dem Backen mit leuchtend roter Konfitüre gefüllt wird. Was dieses Rezept auszeichnet, ist die gelingsichere Balance zwischen der zarten Textur des 1-2-3-Teigs und der säuerlichen Fruchtkomponente, die jeden Bissen ausbalanciert. Viele Hobbybäcker scheitern an zu weichem Teig, der im Ofen die Form verliert, doch hier lernen Sie die entscheidenden Kniffe für perfekt standfeste Ränder und einen knackigen Biss kennen. Wir gehen gemeinsam durch die Vorbereitung der Zutaten, die richtige Knettechnik für den optimalen Mürbeteig sowie die Auswahl der passenden Füllungen für Ihre Plätzchendose. Ob Sie nun klassisches Johannisbeergelee bevorzugen oder eine schokoladige Variante wagen, mit dieser Anleitung gelingen Ihnen Engelsaugen, die genauso fein schmecken, wie sie aussehen.

Die Zubereitung klassischer Engelsaugen
Engelsaugen sind klassische Mürbeteigplätzchen, die durch ihre charakteristische Vertiefung in der Mitte bestechen. Diese wird nach dem Backen mit Gelee oder Konfitüre gefüllt, was einen schönen Kontrast zum mürben Teig bildet. Der Teig basiert auf einem klassischen 1-2-3-Verhältnis: ein Teil Zucker, zwei Teile Fett und drei Teile Mehl. Für etwa 40 bis 50 Plätzchen benötigen Sie 250 Gramm Mehl, 100 Gramm Zucker, 200 Gramm kalte Butter, zwei Eigelbe und eine Prise Salz. Die Wahl des Mehls beeinflusst die Konsistenz; ein Type 405 Mehl sorgt für einen besonders feinen Biss, während die Verwendung von etwas mehr Eigelb den Teig geschmeidiger macht.
Zutaten und hilfreiche Ersetzungen
Die Qualität der Butter bestimmt maßgeblich den Geschmack. Verwenden Sie unbedingt kalte Butter, damit der Teig beim Kneten nicht zu warm wird und später im Ofen seine Form behält. Falls Sie keine Eier verwenden möchten, können Sie das Eigelb durch zwei Esslöffel eiskaltes Wasser oder einen Schuss Sahne ersetzen, allerdings verlieren die Plätzchen dadurch etwas an Mürbheit. Anstelle von klassischem Haushaltszucker eignet sich Puderzucker hervorragend, da dieser für eine noch feinere Textur sorgt. Für das Auge in der Mitte ist Johannisbeergelee der Klassiker, da dessen Säure den süßen Teig ausgleicht. Alternativ eignen sich Himbeerkonfitüre, Aprikosenmarmelade oder sogar Nuss-Nougat-Creme als Füllung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vermengen Sie Mehl, Zucker, eine Prise Salz und die in kleine Stücke geschnittene kalte Butter in einer Schüssel. Fügen Sie die Eigelbe hinzu und kneten Sie alles zügig mit den Händen oder einem Handrührgerät zu einem glatten Teig.
- Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und lassen Sie ihn für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Dieser Schritt verhindert, dass der Teig beim Backen zu stark verläuft.
- Formen Sie aus dem gekühlten Teig kleine Kugeln mit einem Durchmesser von etwa zwei bis drei Zentimetern. Legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.
- Drücken Sie mit dem Stiel eines Kochlöffels oder dem Daumen eine tiefe Mulde in die Mitte jeder Kugel. Arbeiten Sie vorsichtig, damit die Ränder nicht einreißen.
- Backen Sie die Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 10 bis 12 Minuten. Die Ränder sollten nur ganz leicht Farbe annehmen.
- Erwärmen Sie das Gelee oder die Konfitüre kurz in einem Topf, bis sie flüssig ist. Füllen Sie die Masse mit einem Teelöffel oder einem Spritzbeutel vorsichtig in die Vertiefungen, solange die Plätzchen noch warm sind.
Technische Feinheiten und Präsentation
Ein häufiger Fehler ist das zu lange Kneten des Teiges, wodurch die Butter schmilzt und das Gebäck später hart statt mürbe wird. Wenn der Teig beim Formen an den Händen klebt, stellen Sie ihn noch einmal für zehn Minuten kühl. Achten Sie darauf, die Mulden nicht zu flach zu drücken, da diese beim Backen leicht aufgehen. Falls die Mulde nach dem Backen zu klein ist, drücken Sie diese mit dem Löffelstiel sofort nach dem Herausnehmen aus dem Ofen erneut sanft nach.
Für eine ansprechende Präsentation können Sie die abgekühlten Engelsaugen vor dem Füllen großzügig mit Puderzucker bestäuben. Achten Sie jedoch darauf, das Gelee erst danach einzufüllen, um den Puderzucker nicht mit Marmeladenresten zu verschmutzen. Ein weiterer Tipp für eine festliche Optik ist das Bestreuen des Randes mit gehackten Pistazien oder gerösteten Mandelstiften, während die Füllung noch feucht ist. Non-Alcoholic Lagern Sie die Plätzchen in einer Blechdose an einem kühlen Ort, damit sie nicht austrocknen. Sie halten sich problemlos drei bis vier Wochen. Falls sie nach einiger Zeit zu weich werden, können Sie sie kurz bei niedriger Temperatur nachbacken, um die ursprüngliche Knusprigkeit wiederherzustellen.

Engelsaugen bilden durch ihre Kombination aus butterartiger Mürbe und der fruchtigen Note einen festen Bestandteil jeder gut sortierten Plätzchenauswahl. Die Herstellung erfordert wenig Aufwand, bietet aber viel Raum für eigene Variationen, etwa durch das Hinzufügen von gemahlenen Haselnüssen im Teig oder das Bestäuben mit Puderzucker kurz vor dem Servieren. Probieren Sie diese Plätzchen beim nächsten Backnachmittag aus, um selbst zu sehen, wie die kleinen Vertiefungen in der Mitte zum Blickfang auf jedem Teller werden. Für eine längere Haltbarkeit bewahren Sie die Plätzchen kühl und trocken in einer Blechdose auf, wobei sie nach zwei Tagen Ziehzeit oft noch aromatischer schmecken. Falls Ihnen dieses Rezept gefallen hat oder Sie eine besondere Füllung entdeckt haben, teilen Sie Ihre Erfahrungen oder Fragen gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag. Mögen Ihre nächsten Backprojekte ebenso präzise und geschmackvoll gelingen wie diese klassischen Engelsaugen.

Klassische Engelsaugen
Zartes Mürbeteiggebäck mit fruchtiger Füllung und Puderzucker – ein weihnachtlicher Klassiker.
Zutaten
-
250 g Butter
-
4 Eigelbe
-
130 g Zucker
-
1 Pck. Vanillezucker
-
1 Prise Salz
-
360 g Mehl (Type 405)
-
Rote Marmelade (passiert)
-
Puderzucker zum Bestäuben
Anweisungen
-
Schritt 1
Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Eigelbe schaumig schlagen, dann das Mehl zügig unterkneten. -
Schritt 2
Teig in 40 Kugeln formen, auf ein Backblech setzen und mit dem Stiel eines Kochlöffels kleine Mulden eindrücken. -
Schritt 3
Marmelade in die Mulden füllen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 10–12 Minuten backen. -
Schritt 4
Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.





