Wirsingpfanne mit Hackbällchen: Senfsoße & Brot
Die Senfsoße ist der Grund, warum bei dieser Wirsingpfanne das Brot gleich mit auf den Tisch gehört. Sie wird mit Brühe und Sahne cremig, bekommt durch einen Löffel Senf eine angenehme Würze und verbindet die zarten Kohlstreifen mit saftigen Hackbällchen. Dabei bleibt der Wirsing an den dickeren Blattrippen leicht bissfest, während die kleinen Fleischbällchen direkt in der Pfanne gar ziehen. Das spart Zeit und bringt die Aromen zusammen, ohne dass mehrere Töpfe nötig sind. Das Rezept passt an einem kühlen Abend genauso gut wie in eine einfache Familienküche, denn die Zutaten sind vertraut und die Zubereitung lässt sich gut vorbereiten. Hier erfahren Sie, wie Sie die Hackmasse so binden, dass die Bällchen beim Braten ihre Form behalten, wann der Wirsing in die Pfanne kommt und wie die Soße die richtige Konsistenz bekommt. Dazu gibt es praktische Abwandlungen mit Rinderhack, Kochsahne oder Spitzkohl sowie Tipps zum Würzen und Aufbewahren. Mit Petersilie bestreut und mit frischem Brot serviert, steht ein herzhaftes Essen auf dem Tisch, bei dem die Soße nicht übrig bleiben muss.

Wirsingpfanne mit Hackbällchen: Bei dieser Soße greifen alle zum Brot
Wirsing wird in der Pfanne weich und bleibt an den Blattrippen leicht bissfest, während kleine Hackbällchen darin garen. Die cremige Soße aus Brühe, Sahne und Senf verbindet Kohl und Fleisch; mit Brot lässt sie sich bis zum letzten Löffel aufnehmen. Für vier Portionen braucht das Gericht etwa 45 Minuten.
Zutaten für vier Portionen
- 600 g Wirsing, ohne Strunk gewogen
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Ei
- 3 EL Semmelbrösel, bei Bedarf etwas mehr
- 1 TL mittelscharfer Senf für die Hackmasse
- 1 EL Öl zum Anbraten
- 1 EL Butter
- 250 ml Gemüse- oder Rinderbrühe
- 200 ml Sahne
- 1 weitere TL mittelscharfer Senf für die Soße
- ½ TL getrockneter Majoran
- Salz, schwarzer Pfeffer und eine Prise Muskat
- 2 EL gehackte Petersilie zum Servieren
Gemischtes Hackfleisch bleibt durch den Schweineanteil saftig. Wer lieber Rinderhack verwendet, gibt einen zusätzlichen Esslöffel Semmelbrösel oder einen Esslöffel Milch in die Masse, damit die Bällchen nicht trocken werden. Sahne lässt sich durch Kochsahne ersetzen; für eine leichtere Soße funktioniert auch Milch, die mit einem Teelöffel Speisestärke gebunden wird. Spitzkohl kann anstelle von Wirsing in die Pfanne, er ist meist etwas schneller gar. Frischer Majoran passt ebenfalls, dann etwa einen Esslöffel verwenden.
Vorbereitung
- Den Wirsing längs vierteln und den festen Strunk herausschneiden. Die Viertel in etwa zwei Zentimeter breite Streifen schneiden. Blätter und Rippen kurz unter kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Dicke Rippenstücke können Sie etwas schmaler schneiden, damit sie gleichzeitig mit den zarteren Blättern weich werden.
- Hackfleisch, Ei, Zwiebel, Semmelbrösel und einen Teelöffel Senf in eine Schüssel geben. Mit etwa einem halben Teelöffel Salz und kräftig Pfeffer würzen. Alles mit den Händen kurz vermengen, bis die Masse zusammenhält. Nicht lange kneten, sonst werden die Bällchen fest. Mit leicht angefeuchteten Händen etwa zwölf walnussgroße Bällchen formen. Ist die Masse sehr weich, zuerst einen weiteren Esslöffel Semmelbrösel einarbeiten.
Wirsingpfanne kochen
- Öl in einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen. Die Hackbällchen rundherum etwa fünf bis sechs Minuten anbraten, bis sie gebräunt sind. Dabei vorsichtig wenden, damit sie ihre Form behalten. Sie müssen innen noch nicht gar sein. Auf einen Teller legen; der Bratensatz bleibt in der Pfanne und gibt der Soße Geschmack.
- Die Hitze auf mittlere Stufe stellen und die Butter in der Pfanne schmelzen. Wirsing portionsweise hineingeben und jeweils kurz wenden, bis die Blätter etwas zusammenfallen. So lässt sich die große Menge einfacher verarbeiten. Mit einer kleinen Prise Salz würzen und zwei Minuten unter Rühren dünsten. Der Kohl soll glänzen und leicht weicher werden, aber noch nicht braun sein.
- Brühe zugießen und mit einem Holzlöffel den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Sahne, den zweiten Teelöffel Senf und Majoran einrühren. Die Soße einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren. Hackbällchen samt ausgetretenem Saft zurück in die Pfanne legen. Mit geschlossenem Deckel zwölf bis fünfzehn Minuten sanft köcheln lassen. Starkes Kochen vermeiden, damit die Sahnesoße glatt bleibt und die Bällchen saftig garen.
- Nach etwa zehn Minuten ein Bällchen aufschneiden. Ist es innen noch rosa, weitere drei bis fünf Minuten garen. Den Wirsing mit einer Gabel prüfen: Die Rippen sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Deckel abnehmen und die Soße bei Bedarf zwei Minuten offen einkochen lassen. Wird sie zu dick, einen Schuss Brühe einrühren. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
So gelingt die Soße und das Anrichten
Für eine besonders sämige Soße lassen Sie sie bei offenem Deckel kurz einkochen, statt sofort Mehl einzurühren. Rühren Sie dabei gelegentlich am Pfannenboden entlang, damit die Sahne nicht ansetzt. Ist die Soße nach dem Einkochen noch zu dünn, verrühren Sie einen Teelöffel Speisestärke mit einem Esslöffel kaltem Wasser, geben die Mischung in die leicht köchelnde Pfanne und rühren, bis sie bindet. Stärke nie trocken in die heiße Soße streuen, sonst entstehen Klümpchen.
Die Pfanne direkt auf den Tisch stellen oder Wirsing und Hackbällchen in flachen Schalen verteilen. Petersilie darüberstreuen und frisch gemahlenen Pfeffer ergänzen. Dazu passen knuspriges Bauernbrot oder Baguette, das sich in die Soße tunken lässt. Für eine sättigendere Mahlzeit servieren Sie Salzkartoffeln oder breite Nudeln dazu. Wer die Pfanne vorbereiten möchte, kann sie abgedeckt bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren und bei niedriger Hitze mit einem kleinen Schuss Brühe erwärmen. Dabei regelmäßig umrühren und die Soße nicht sprudelnd kochen lassen.

In dieser Pfanne treffen zarter Wirsing, würzige Hackbällchen und eine cremige Senfsoße zusammen, die sich gut mit Brot aufnehmen lässt. Wer die Bällchen erst rundum anbrät und den Kohl anschließend in der Brühe weich schmort, bekommt kräftigen Geschmack und eine angenehme Textur, ohne den Wirsing zu verkochen. Probieren Sie das Rezept an einem Abend, an dem ein sättigendes Essen aus einer Pfanne gefragt ist. Für eine leichtere Variante können Sie Kochsahne oder mit Stärke gebundene Milch nehmen; Spitzkohl lässt sich ebenfalls verwenden und gart meist schneller. Dazu passen Salzkartoffeln, Brot oder ein einfacher grüner Salat. Wenn Sie die Pfanne nachkochen, schreiben Sie gern in die Kommentare, welche Variante Sie gewählt haben, und teilen Sie das Rezept mit Menschen, die cremige Soßen gern bis zum letzten Löffel genießen. So findet es vielleicht bald einen festen Platz in Ihrer Küche.

Wirsingpfanne mit Hackbällchen: Bei dieser Soße greifen alle zum Brot
Herzhafte Wirsingpfanne mit Rinderhackbällchen, Kapern und cremiger Soße.
Zutaten
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1 Zwiebel
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1 Knoblauchzehe
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3 EL Öl
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600 g Rinderhackfleisch
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1 EL mittelscharfer Senf
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2 EL Semmelbrösel
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1 Ei (Gr. M)
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Salz
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Pfeffer
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ca. 1 kg Wirsing
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250 ml Milch
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1/2 TL Gemüsebrühe (instant)
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1 EL Mehl
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1 Glas kleine Kapern (à 106 ml)
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4 Stiel Petersilie
Anweisungen
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Schritt 1
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Hackfleisch mit Senf, Semmelbröseln, Ei, der Hälfte der Zwiebel, Salz und Pfeffer vermengen. Bällchen formen und in 1 EL Öl rundum anbraten. -
Schritt 2
Wirsing putzen und in Streifen schneiden. Herausnehmen, restliches Öl erhitzen und übrige Zwiebel sowie Knoblauch kurz anbraten. Wirsing zugeben und kurz mitbraten. -
Schritt 3
Milch, Gemüsebrühe und Mehl verrühren, zum Wirsing geben und aufkochen. Hackbällchen zufügen und zugedeckt etwa 20 Minuten garen. -
Schritt 4
Kapern abtropfen lassen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie hacken und darüberstreuen.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.





